Küchengespräch mit Dodi, Mutter von Fratze

Küchengespräch mit Dodi, Mutter von Fratze
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Karla 63, Mutter von Fratze

Karla alias Dodi von Didihausen, kurz DD, ist ja keine Unbekannte auf unserem Blog. Allerdings hat sie sich etwas rar gemacht, was wir hiermit dringendst ändern wollen.

Wie schon häufig erwähnt, ist sie unter anderem die Mutter von Fratze und Fratze`s persönliche Kochgöttin.

3 kulinarische Kindheitserinnerungen:

*Mit 12 Jahren bei einem Schüleraustausch in Frankreich lag ich abends im Bett und dachte darüber nach, dass es durchaus auch ungünstig ist, dass es bei uns zu Hause so gutes Essen gibt, weil ich deshalb immer woanders alles nicht mag.

*DD hat immer alles ausprobiert, vor allem ein Jahrzent vor allen anderen Vollkornspaghetti, Tofu etc…Ich mochte das immer, aber in meiner Erinnerung hat sich meine Schwester in dieser Phase von ihrem Taschengeld Barilla-Nudeln gekauft, weil sie das „Vollkornzeugs“ nicht mochte.

*Es gab tolle Feste bei uns zu Hause und bei Freunden von DD, viele auch im Elsass lebend, mit herrlichstem Essen.

DD lebt in der wunderschönen Südpfalz, sehr zentral in Landau in einer Jugendstil-Wohnung mit Terrassengarten.

Audrey Hepburn+Karlsson vom Dach=DD

Audrey Hepburn+Karlsson vom Dach=DD

Küchengespräch mit Dodi, Mutter von Fratze

Aussicht aus dem Küchenfenster:

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dukb: Ist es bei Dir immer so ordentlich?

Karla: Ja. Also, wenn ich nicht gerade koche. Es gibt aber auch Tage, an denen ich abends nach dem Essen zu müde und bequem bin. Dann verschiebe ich das Aufräumen auf den nächsten Morgen.

Weil ich relativ faul bin, versuche ich alles gleich wieder wegzustellen.

Große Putzaktionen sind mir verhasst.

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dukb: Wo bist Du aufgewachsen. Wo liegen Deine kulinarischen Wurzeln?

Karla: Aufgewachsen bin ich in Bad Kreuznach an der Nahe, aber da meine Mutter Berlinerin war und in jungen Jahren als Haustochter in Schweden/Belgien/Schweiz & Pommern gearbeitet hat, bin ich schon früh mit unterschiedlichen Esskulturen in Berührung gekommen.

Meine Mutter liebte es zu kochen. Mein Vater auch und sehr experimentierfreudig war er noch dazu, was nicht immer den Geschmack seiner Kinder traf. Seine Leidenschaft waren Eintöpfe. Kreationen mit Leberwurst oder Marmelade gab es durchaus.

Außerdem hat er gerne mit uns Kindern gebacken. Was dann so aussah, daß er am Küchentisch saß und sich alle Zutaten von mir und meinen beiden Brüdern hat bringen lassen.

dukb: Von wem hast Du kochen gelernt?

Karla: Von meiner Mama. Von klein auf habe ich viel Zeit mit meiner Mutter in der Küche verbracht. Sehr zu meinem großen Ärgernis hat meine Mutter nie genaue Mengenangaben gemacht. Wenn man sie danach fragte, sagte sie immer: „á la main“. Außerdem kochte sie des Öfteren aus schwedischen Kochbüchern, was wegen der Sprache etwas schwierig war. Aber so wurde meine Kochkreativität angeregt.

Küchengespräch mit Dodi, Mutter von Fratze
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Küchengespräch mit Dodi, Mutter von Fratze
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Wir hatten einen Garten mit Gemüse, Obst und Kräutern. Eine meiner ersten Küchenaufgaben war es mit einer Schere Kräuter zu schneiden: Pimpernelle, Schnittlauch, Kerbel, Zitronenmelisse und Borretsch.

Immer Sonntags gab es ein kleines Festmahl: Salate, Süppchen aus selbstgemachtem Fond und einen Braten.

dukb: Was waren Deine liebsten Sonntagsessen?

Karla: Rindsrouladen mit Salzkartoffeln & Salat, im Winter: Rotkraut.

Und gebratene Rinderleber mit Zwiebeln & Äpfelchen.

dukb: Und was hat Dich kulinarisch noch geprägt?

Karla: Längere Auslandsaufenthalte zum Bsp. in den Libanon und häufige Frankreich-Reisen haben mich sehr geprägt. Auch mein Au Pair-Jahr in London, bei einer sehr kochbegeisterten Au Pair-Mutter. Ich erinnere mich an Cordon bleu und Avocado mit Vínaigrette. Das war in den 60er Jahren sehr neu.

Und Freunde. Eigentlich kocht ein Großteil meines Freundeskreises leidenschaftlich gern. Man inspiriert sich immer gegenseitig.

dukb: Was ist Deine „Lieblingsküche“?

Karla: Wenn ich mich entscheiden müsste italienisch. Das empfinde ich als eine sehr ehrliche Küche, tolle Gewürze, Kräuter, Gemüse, Obst, Fisch und Pasta.

Die mediterrane Küche insgesamt ist toll.

Gerne mag ich auch asiatisch und auch Experimente mit asiatischem Fusion-Essen.

dukb: Lieblingskochbuch?

Karla: In den letzten Jahren sind das 12 Donna Hay-Hefte . Meine süße Tochter Fratze und ihr bezaubernder Freund Fritze (Anm. Fritze&Fratze: Formulierung von der Redaktion optimiert) haben mir ein Jahresabo geschenkt vor ein paar Jahren.

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Sicherlich weitergebracht auf kulinarischem Gebiet haben mich meine 20 Time-Live-Kochbücher mit tollen Rezepten und Anleitungen. Das ist eher ein ganzes Kochlexikon.

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dukb: Wo Du meine Frage vorwegnimmst: Wann schenkst Du mir endlich die Time-Live-Sammlung?

Karla: Haha. Wenn ich tot bin, erbst Du sie.

dukb: Hmmm. Versuchen kann mans ja mal…

dukb: Lieblings-Kochsendung im TV?

Karla: Früher Alfred Biolek. In der letzten Zeit: “Im Bauch von…” auf Arte und Sendungen über Essen, Kultur, Land und Leute.

dukb: Lieblings-Restaurant?

Karla: Der Weinkontor in Mörzheim, die Eselsburg in Neustadt/Mußbach. Ansonsten: Mao Thai in Charlottenburg/Berlin, Si An in Berlin, Arirang in London, Le Mess in Brüssel.

Brüssel, wo meine andere Tochter lebt, ist sowieso eine kulinarische Hochburg.

dukb: Was machst Du in der Küche außer kochen?

Karla: Zeitungen, Magazine & Kochbücher lesen. In der Küche oder auf der Terrasse, was mein Sommeressplatz ist.

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dukb: Wie oft kochst Du?

Karla: Im Schnitt 5 mal die Woche.

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dukb: Wie stehst Du zu Essmanieren?

Karla: Sollte man haben. Mich stört vor allem eine schlechte Haltung und wenn Menschen über den Tellern liegen.

dukb: Ahja…interessant. Mich stören ja Geräusche so unmäßig. Solange jemand lautlos trinkt und isst, ist alles andere zu ertragen. Ist es für Dich auch deswegen schwierig in Restaurants zu essen und mit anderen Menschen generell?

Karla: Nein. Wahrhaftig nicht.

dukb: Was ist Dein Lieblingsgeschäft?

Karla: Oel de vie und Füllhorn in Landau und die Feinkostabteilung im Harrods in London. Und natürlich kaufe ich gerne im Elsass ein.

dukb: Liebste neuentdeckte Zutat?

Karla: Eher wiederentdeckt: Süßkartoffeln und Hazel-Karotten. Prinzipiell ist meine Tochter Fratze sehr mitteilsam und verordnet mir dogmatisch immer Experimente, die ich brav ausführe.

dukb: Hast Du Essensrituale?

Karla: Jeden Morgen gibt es gutes Brot, Butter und selbstgemachte Marmelade. Dazu einen Milchkaffee.

dukb: Was ist Dein liebstes Arme-Leute-Essen?

Karla: Bratkartoffeln mit Quark und Spaghetti aglio e olio.

dukb: Lieblingsessen?

Karla: Bouillabaise, Spaghetti Vongole, knusprige Pizzen, Risotto, gutes Brot…oh so vieles…Aus meiner Kindheit: Hausgemachte Kartoffelsuppe mit warmem Zwetschgenkuchen.

dukb: Schönstes Teil in der Küche?

Karla: Meine Parmesanreibe. (Anm Fritze&Fratze: Ein Geschenk von Fratze.)

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dukb: Wichtigstes Teil in der Küche?

Karla: Meine Kaffeemaschine und mein Milchschäumer. Ohne die beiden wäre ich sehr traurig.

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dukb: Hässlichstes, brauchbares Teil in der Küche?

Karla: Meine Thermomix. Sie ist über 25 Jahre alt…

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dukb: Schönstes, ungebrauchtes Teil in der Küche?

Karla: Habe ich tatsächlich nicht. Solche Käufe vermeide ich.

dukb: Wie wichtig ist Essen für Dich?

Karla: Essen ist etwas elementar Wichtiges. Es bedeutet Wohlbefinden, Sinnlichkeit und es ist ein verbindendes Element mit anderen Menschen. Im Idealfall kocht und isst man zusammen. Das ist eines der schönsten Dinge.

Selbst in Stresssituationen an größeren Festen, mit meinen beiden streitenden Töchtern, ist es schön.

dukb: Wo kaufst Du Deine Küchenuntensilien?

Karla: Teilweise habe ich sie geerbt von meiner Mutter. Ich liebe Design-Haushaltsgeschäfte. Und im Urlaub, vor allem in Italien und Frankreich, kaufe ich gerne Küchensachen

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dukb: Lieblingswein?

Karla: Zur Zeit: Weißwein. Weißburgunder vom Weingut Bassermann- Jordan und vom Weingut Müller-Catoir. Blanc de noir vom Stiftsweingut Meyer. Das ist ein weiß gekelterter Rotwein mit einer wunderschönen Apricotfärbung.

Prinzipiell bin ich aber ein Rotweinliebhaber: Vacqueyras, Médoc, Bordeaux-Weine im Allgemeinen und der Spätburgunder vom Weingut Meßmer.

Und natürlich alles was bitzelt: Champagner, aber auch guter Pfälzer Jahrgangssekt.

dukb: Was ist Deine „Spezialität“? Also: Dein Thunfischmousse, Dein Nougat-Glacé, Deine Orangencrème, Dein Kartoffelgratin ist einzigartig, aber auch Deine Spaghetti Bolognese und natürlich Dein Obstsalat…oh…eigentlich alles…

Karla: Osso Bucco mit Risotto Milanese.

dukb: Was wärst Du, wenn Du eine Wurstsorte wärst? Nicht was Du sein magst, sondern, was Du wärst.

Karla: Eine luftgetrocknete Salami, weil ich langsam etwas schrumplig werde und das ja so ist wie bei gutem Wein: Je älter, desto besser.

dukb: Wann kochst Du endlich wieder für den Ultimativen?

Karla: Tja. In Gedanken häufig. Sagen wir mal innerhalb der nächsten 4 Wochen..

dukb: TOP!

————-ENDE————

Danke DD von Herzen!

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3 Kommentare

  1. Klasse! Klasse der Blog und klasse so eine begeistert kochende Familie!

    … ich lebe in Shweden und könnte beim uebersetzten der schwedischen Kochbuecher helfen 😉
    Die Schweden haben wirklich einige prima Rezepte.

    Snälla Hälsningar från södra Sverige
    Heike = matnörd

  2. Ohh liebe Heike. Herzlichsten Dank für Deinen bezaubernden Kommentar. Spätestens, wenn wir über den schwedischen Weihnachtsplätzchen brüten, kommen wir bestimmt auf Dich zu! Allerbeste Grüße nach Schweden, F&G

  3. Well to be really frank I do really envy that guy. If I would give her a rating of 9/10 and I would still rate him 2/10/ I know it is funny and with no dude history. I hope you could know a lot here than me.

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